Wissenswertes


Vielen Dank an die Fa. Caparol, die uns für dieses Maler-ABC freundlicher Weise sehr unterstützt hat!
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, siehe unter Kontakt
Das menschliche Ohr nimmt nicht alle Töne gleichermaßen empfindlich wahr. Tiefe und sehr hohe Töne werden weniger laut wahrgenommen als Töne aus dem mittleren Frequenzbereich. Diese Tatsache fi ndet in der Geräuschmessung Berücksichtigung durch normierte Korrekturen an den reinen Meßwerten. Der Geräuschpegel (A-bewerteter Schallpegel) wird in dB (A) angegeben. Die im Schall enthaltenen Frequenzen werden innerhalb der A-Kurve unterschiedlich gewichtet.
Entfernung von Altanstrichen bzw. Beschichtungen durch Anwendung von lösemittelhaltigen Abbeizmitteln. Die Abbeizmittel werden in der Regel mit einer Bürste aufgetragen und müssen ca. 30 Minuten bis mehrere Stunden einwirken. Die gequollenen Altanstriche werden dann mit einem Spachtel abgeschabt und gut nachgewaschen.
Ablösen von Anstrichteilen vom Untergrund, ausgelöst meist durch Hinterfeuchtung oder zu spannungsreiche Beschichtungen.
Die Zeit, in der die Amplitude einer Schwingung auf 1 / e des Anfangswertes absinkt.
Entfernung von Altanstrichen mittels Laugen oder alkalischen Salzen. Die Anwendung von Ablaugern ist nur geeignet für verseifbare Beschichtungsstoffe wie Ölfarben oder ölhaltige Alkydharzlacke. Die Einwirkzeit der Ablaugmittel ist ca. 1-2 Stunden. Anschließend wird der Altanstrich abgeschabt und der Untergrund mit Wasser gut nachgewaschen.
Die Eigenschaft, gegen mechanisches Reiben widerstandsfähig zu sein. Für Fußbodenbeschichtungen ist die Abriebfestigkeit von hoher Bedeutung.
Bodensatzbildung bei pastösen Beschichtungsstoffen. Die spezifi sch schweren Pigmente und Füllstoffe neigen zum Absetzen und bewirken eine Inhomogenität des Beschichtungsstoffes. Durch Aufrühren wird die Homogenität wiederhergestellt.
Absorber sind Materialien, die Schall absorbieren, d. h. schlucken. Poröse Absorber wie Mineralfasern, offenzellige Schäume oder Akustikdecken absorbieren eher in den höheren Frequenzbereichen. Resonanzabsorber, z. B. Folien oder Platten, finden überwiegend in den niedrigen Frequenzbereichen Verwendung.
Dämpfung von Lärm erfolgt über Absorption: Ein Teil der Bewegungsenergie der Schallschwingungen wird durch irreversible Vorgänge in Wärme umgewandelt und geht somit "verloren". Das Wirkprinzip der klassischen Materialien lässt sich folgendermaßen erklären: Die auf die Oberfläche des Absorbermaterials auftreffende Schallwelle breitet sich in die Poren des Materials aus und versetzt dabei die Luftmoleküle in den Poren in Schwingung. Der Aufprall der schwingenden Luftmoleküle auf die festen Oberflächen der Poren verursacht Reibungsverluste an Schallenergie, indem akustische Energie in Wärme umgewandelt wird.
Der Absorptionsgrad eines Schallschluckmaterials gibt das Verhältnis von absorbiertem Schallanteil zu insgesamt auftreffendem Schallanteil an.
Beschichtungsstoffe, die zum Absperren verfärbender Inhaltsstoffe aus dem Untergrund verwendet werden. Absperrmittel werden häufig als Isolieranstriche bezeichnet. Sie sollen wirksam sein zum Absperren von Nikotinablagerungen, Holzinhaltsstoffen, Ruß, Öl, Eisenverfärbungen, Wasserflecken usw.
Ausmischen von Farben, Lacken, Putzen auf den vom Kunden gewünschten Farbton. Das Ausmischen erfolgt entweder durch Zugabe von Voll- und Abtönfarben bzw. Abtönpasten und intensives Rühren im Gebinde oder Zugabe von Tönpasten in Mischmaschinen.
Fassadenfarben auf Basis Reinacrylat werden als Acrylatfarben bezeichnet. Es handelt sich um Kunststoffdispersionsfarben, die als Bindemittel eine Reinacrylat-Dispersion enthalten. Reinacrylat-Fassadenfarben zeichnen sich durch besonders hohe UV- und Alkalibeständigkeit aus.
Wasserverdünnbare Lacke, die als Bindemittel eine feindisperse Acrylatdispersion enthalten. Zur Verbesserung verschiedener Eigenschaften, insbesondere der Oberflächenhärte, werden Acryllacke mit PU-Zusätzen versehen.
Zusatzstoffe zur Verbesserung oder Erreichung bestimmter Eigenschaften in Farben, Lacken, Lasuren, Putzen usw. Beispiel für Additive sind Zusätze zur Verbesserung des Verlaufs, der Verarbeitbarkeit, der Offenzeit, der Vermeidung des Absetzverhaltens, Fungizide, Algizide usw.
Der Begriff Adhäsion ist aus dem lateinischen Wort "adhaerere" = anhängen abgeleitet und beschreibt die Haftwirkung zwischen den Molekülen der Grenzfläche von zwei Körpern, z. B. die Haftung von Beschichtungen am Untergrund. Eine gute Anhaftung von Beschichtungen am jeweiligen Untergrund ist von hoher Bedeutung für die Dauerhaftigkeit und Funktionsfähigkeit bei mechanischer Belastung.
Die drei Aggregatzustände sind:
  • fest
  • flüssig
  • gasförmig

Die Aggregatzustände sind abhängig von der Molekülbeschaffenheit, Temperatur und Druckverhältnissen, in denen sich der Stoff befindet. Ein Wechsel der Aggregatzustände wird durch Temperaturänderungen erreicht.
Lustlos zerstäubendes Spritzverfahren von Innenfarben, Fassadenfarben, Lacken, Spachtelmassen usw. Das Verfahren beruht auf einem auf den Beschichtungsstoff wirkenden hohen Druck von ca. 60-200 bar, wobei der flüssige Beschichtungsstoff aus einer Düse gepresst wird. Nach Austritt aus der Düse entsteht ein Druckabfall, wobei der Beschichtungsstoff in feinste Teile zerstäubt und auf den Untergrund geschleudert wird. Mit dem Airless-Spritzverfahren lassen sich hohe Flächenleistungen erreichen. Ein Nachteil ist der entstehende Spritznebel, der unkontrolliert auf andere Gegenstände gelangen kann. Aus diesem Grund sind beim Airless-Spritzverfahren Abklebe- und Abdeckarbeiten notwendig.
Die Akustische Wissenschaft beschäftigt sich mit Schall und mechanischen Schwingungen. Sie untersucht Erzeugung, Ausbreitung, Umwandlung und Wirkungen von Schall. Zur grundlegenden physikalischen Akustik kommen viele verschiedene Fachrichtungen wie die physiologische, die psychologische, die technische, die medizinische und die musikalische Akustik.
Schallschluckplatten aus verschiedenen schallschluckenden Materialien wie Mineralfasern, Holzspänen oder Schaumstoffen. Zur Schallschluckwirkung kommt oft auch noch eine schalldämmende Wirkung (siehe Schalldämpfung und Schalldämmung).
Wirkstoffe zur Vermeidung von Algenbefall auf Fassadenbeschichtungen.
Langkettige Kohlenwasserstoffe, z. B. Paraffin, Wachse, Benzin ohne aromatische (ringförmige) Anteile. Aliphatische Kohlenwasserstoffe sind deutlich geruchsmilder als aromatische Kohlenwasserstoffe und werden als Lösemittel in sogenannten aromatenfreien Alkydlacken verwendet.
Stoffe werden nach ihrer chemischen Beschaffenheit als sauer, neutral oder alkalisch eingestuft.
Die Einstufung erfolgt durch den pH-Wert.
  • neutral = pH 7
  • sauer= pH <7
  • alkalisch = pH >7

Mineralische Putze auf Basis Kalk / Zement oder Beton weisen im Frischzustand einen pH-Wert von >12 auf und sind hoch- alkalisch. Aus diesem Grund müssen Beschichtungsstoffe, die für diese Untergründe verwendet werden, alkalibeständig sein. Bindemittel dürfen durch Alkalitätseinwirkungen nicht zerstört (verseift) werden. Buntpigmente, die nicht alkalibeständig sind, verändern ihre Farbe.
Einkomponentiger, meist lösemittelhaltiger Lack, der als Bindemittel ein fettsäuremodifiziertes Alkydharz enthält. Alkydharzlacke sind häufig verwendete Bautenlacke zur Beschichtung von Fenstern, Türen, Verbretterungen usw.
Verfahren zum Nachweis der Verwendbarkeit von nicht geregelten Bauprodukten und Bauarten im bauaufsichtlichen Bereich. Das Ergebnis wurde früher "Zulassungsbescheid" genannt, heute "Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung". Darin sind z. B. technische Angaben oder Verwendbarkeitsangaben geregelt. Je nach ihrer Anwendung werden WDV-Systeme verschiedenen Anforderungsbereichen zugeteilt. Die Rechtsgrundlage in den jeweiligen Bauordnungen entspricht 21 Musterbauordnung. Zuständig für die Erteilung von AbZ ist das Deutsche Institut für Bautechnik.
Bauprodukte, deren Verwendung nicht der Erfüllung erheblicher Anforderungen an die Sicherheit baulicher Anlagen dient oder die nach allgemein anerkannten Prüfverfahren beurteilt werden, bedürfen anstelle einer Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung nur eines Allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisses (Bauregelliste A).
Differenz zwischen Maximum und Minimum einer Wechselgröße, z. B. einer Schwingung oder Druckänderung. Auch Scheitelwert.
Bauteil zum Anschluss an Fenstern und andere Bauteile. Dient zur Abdichtung der Anschlüsse zum Wärmedämm-Verbundsystem.
Der Schallpegel eines Geräusches ist i. allg. zeitlich variabel. Die Anstiegsgeschwindigkeit (meist dB pro Sekunde) gibt an, in welcher Geschwindigkeit der Schallpegel zunimmt. Geräusche mit hohen Anstiegsgeschwindigkeiten werden oft als besonders störend empfunden.
Das Aufbringen von Beschichtungsstoffen auf den Untergrund. Je nach dem gewählten Beschichtungsverfahren zur Verarbeitung von Lacken und Farben unterscheidet man z. B. Streichen, Rollen, Spritzen, Tauchen und Fluten. Das richtig ausgewählte Applikationsverfahren beeinflusst das Anstrichergebnis und die rationelle Arbeitsweise.
Verstärkung bezüglich Zugfestigkeit von Bauelementen, hier des Putzes zur Vermeidung von Rissen. In der Regel bestehend aus beschichteten Glasfasergeweben.
Beschichtungen mit faserhaltigen Beschichtungsstoffen, mit oder ohne Gewebeeinbettung zur Überdeckung bzw. Überbrückung von Rissen in Untergründen.
Dienen zur Herstellung eines egalen (lot- und fluchtgerechten) Untergrundes für weitere Deckbeschichtungen auf den angebrachten Dämmplatten. Sie können wie Klebemassen aus Kunstharzdispersionen oder aus werkseitig vorgemischten Trockenmörtelmischungen bestehen. Zur besseren Stabilität und zur Vermeidung von Oberflächenrissen werden in die Armierungsmassen Bewehrungsgewebe eingearbeitet.
Kombination aus Armierung und Armierungsmasse, die auftretende Spannungen aufnimmt und Risse verhindert. Wird künftig auch als Unterputz bezeichnet.
Ringförmige Kohlenwasserstoffe, die als Lösemittel in Lacken verwendet wurden. Zu den Aromaten gehören Benzol, Toluol, Xylol. Aromaten sind gesundheitsgefährdend, Benzol ist krebserregend. Aus diesem Grund werden die aromatischen Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Xylol, nicht mehr als Lösemittel in Lacken verwendet. Zur Anwendung kommen höhersiedende aromatische Kohlenwasserstoffe, z. B. in Abmischung mit aliphatischen Kohlenwasserstoffen (Testbenzin).
Silikatischer Faserstoff, chemisch Magnesiumhydrosilikat, der aufgrund seiner Lungengängigkeit und hohen Biobeständigkeit bösartige Tumore auslösen kann und deswegen als kanzerogen (krebserzeugend) eingestuft ist.
Die Verwendung von Asbest erfolgte
  • als Spinnfaser für feuerhemmende Schutzkleidungen - als Spritzasbest
  • in Mischung mit Zement und Sand für Asbestzementplatten Seit der Erkennung als krebserzeugender Stoff ist die Verwendung von Asbest verboten. Wegen der Gesundheitsgefährdung dürfen Arbeiten an asbesthaltigen Flächen nur von sachkundigen Personen durchgeführt werden. Dies gilt sowohl für die Beschichtung als auch für den Abbau. Grundlage für Arbeiten an asbesthaltigen Flächen ist die Technische Regel für Gefahrstoffe, TRGS 519.

Wände können nicht atmen. Gemeint ist, dass Wasserdampf durch einen Wandaufbau diffundieren kann, ohne zu einem Feuchtestau, Blasenbildung oder anderen negativen Erscheinungen zu führen. Nach DIN 18 558 gilt eine Beschichtung dann als wasserdampfdurchlässig, wenn sie einen sd-Wert von 2 m oder kleiner aufweist, wozu nicht nur mineralische Farben, sondern auch die Palette der Caparol-Farben gehören.
Farbtonveränderung, meist Aufhellung, durch Einwirkung von Witterungseinflüssen (UV-Strahlen, Regen, Tau, Schadgase).
Durchschlagen von Farbstoffen aus dem Untergrund oder Altanstrich in den Deckanstrich, z. B. Holzinhaltsstoffe, Teer-, Bitumenanstriche.
Salzablagerungen auf der Oberfläche von Baustoffen im Außen- und Innenbereich. Die Ausblühungen entstehen durch Feuchtewanderungen im Mauerwerk und dadurch bedingten Transport wasserlöslicher Salze. Nach Verdunstung der Feuchtigkeit kristallisieren die Salze aus und bilden einen kristallinen weißen Belag an der Oberfläche.
Von der Schallquelle aus breitet sich der Schall mit Schallgeschwindigkeit aus. Je nach Größe und Ausrichtung der Schallquelle / des Schallstrahlers und abhängig von den Umgebungsbedingungen (freies oder diffuses Schallfeld; im Freien oder in abgeschlossenen Räumen) nimmt der Schallpegel mit wachsender Entfernung von der Schallquelle mehr oder weniger stark ab. Durch Raumschall / Nachhall kann sich der Geräuschpegel in geschlossenen Räumen, wie z. B. Fabrikhallen, verstärken.
Restfeuchtigkeitswert einer Fußbodenkonstruktion nach ausreichend langer Liegezeit. Es wird auch von der sogenannten "Haushaltsfeuchte" gesprochen, bei der ein Feuchtigkeitsgleichgewicht zwischen Fußbodenkonstruktion und Umgebungsluft besteht.
Anreicherung einzelner Pigmente an der Oberfläche von Beschichtungen bzw. im Gebinde durch lange Lagerung. Das Ausschwimmen ist eine Entmischung des Beschichtungsstoffes, die im Gebinde durch Aufrühren behoben werden kann.
Stoffe zur Bekämpfung von Bakterien.
Die Bandbreite bezeichnet den Frequenzumfang einer Schallquelle oder den Durchlaßbereich eines elektrischen Schallfilters.
Dieses Teilgebiet der Akustik befasst sich mit der Vermeidung und Verminderung von Lärm in Gebäuden durch Dämmung und / oder Dämpfung von Luft- und Körperschall.
In jedem der 16 Bundesländer das (Landes-)Gesetz mit den Anforderungen, wie gebaut werden soll, damit vorbeugend die öffentliche Sicherheit, Ordnung, das Leben und die Gesundheit sowie die natürlichen Lebensgrundlagen nicht gefährdet werden. Es regelt auch das Baugenehmigungsverfahren. Es gilt für jedermann. Zur bundeseinheitlichen Angleichung der einzelnen LBO dient die Musterbauordnung (MBO).
Bundesgesetz, regelt das Inverkehrbringen von und den freien Warenverkehr mit Bauprodukten. Mit ihm wurde die Richtlinie 89 / 106 EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über Bauprodukte (Bauproduktenrichtlinie) in nationales Recht umgesetzt.
Dient der Einteilung von Baustoffen bezüglich ihres Brandverhaltens nach DIN 4102. Ihre Kennzeichnung erfolgt durch die Buchstaben A und B und die Zahlen 1 bis 3. Im Rahmen der europäischen Normung ist eine Einteilung von A bis F vorgesehen.
A 1 = nichtbrennbarer Baustoff ohne jegliche brennbare Bestandteile
A 2 = nichtbrennbarer Baustoff mit geringen brennbaren Bestandteilen
B 1 = brennbarer Baustoff mit schwer entflammbaren Eigenschaften
B 2 = brennbarer Baustoff mit normal entflammbaren Eigenschaften
B 3 = brennbarer Baustoff mit leicht entflammbaren Eigenschaften (bauaufsichtlich als Baustoff nicht verwendbar)
Farbstofflösungen zum Färben von Holz, insbesondere Möbeln. Die Beize dringt in das Holz ein und ergibt keinen Anstrichfilm.
Oberbegriff für eine oder mehrere in sich zusammenhängende aus Beschichtungsstoffen hergestellte Schichten. Es wird unterschieden zwischen Grund-, Zwischen- und Schlußbeschichtung. Aufeinander abgestimmte Schichtenaufbauten werden als Beschichtungssysteme bezeichnet. Wahlweise werden die Begriffe "Beschichtung" und "Anstrich" angewendet.
Oberbegriff für Werkstoffe, die eine Beschichtung ergeben.
Durch Hindernisse oder Inhomogenitäten des Mediums ändern die Schallwellen ihre Richtung. Wenn die Wellenlänge gleich oder größer ist als die Hindernisabmessungen. Der Schall wird gestreut und gelangt somit auch in den "Schallschatten" hinter dem betreffenden Hindernis.
Je nach Frequenz, Intensität und Dauer werden Schallereignisse vom Menschen unterschiedlich empfunden. Um diesen Unterschieden Rechnung zu tragen, werden die reinen akustischen Messwerte durch in Normen festgelegte Korrekturen "bewertet". Siehe auch A-Bewertung.
Körperschallwellen auf Platten oder Stäben. Die Schwingung erfolgt in der Regel senkrecht zur Plattenebene bzw. Stablängsachse und kann Luftschallwellen hervorrufen, so dass es zur Abstrahlung von Schall kommt. Umgekehrt kann Luftschall auch Biegewellen anregen.
Nichtflüchtiger Anteil eines Beschichtungsstoffes, der die Pigmente und Füllstoffe untereinander und mit dem Untergrund verbindet.
Oberbegriff für Wirkstoffe zur Bekämpfung von Algen, Pilzen, Bakterien, Insekten.
Durch Pilze hervorgerufene gräulich-blaue Verfärbung von Holz. Der Bläuepilz ist holzzerstörend und befällt vorwiegend Nadelhölzer, unter bestimmten Bedingungen auch Laubhölzer. Ursache des Befalls ist zu hohe Holzfeuchtigkeit. Zur Bekämpfung des Bläuepilzes werden vorbeugend wirkstoffhaltige Holzschutzmittel nach DIN 68 800 verwendet.
Der bauliche und vorbeugende Brandschutz umfasst alle Maßnahmen zur Erhaltung von Sachwerten und der Gewährleistung der Sicherheit im Brandfall. Nach dem Brandverhalten werden Baustoffe in Baustoffklassen und Bauteile in Feuerwiderstandsklassen eingeteilt.
Ein Geräusch, das aus relativ gleichmäßig verteilten Schallanteilen aus einem großen Frequenzbereich besteht, in dem jedoch kein Einzelton zu unterscheiden ist.
Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen oder Geräusche, Schwingungen, Erschütterungen und ähnliches. Das Gesetz legt Immissionsgrenzwerte fest. Der Geltungsbereich des Bundesimmissionsschutzgesetzes umfasst auch die TA Lärm (siehe dort).
sind verbindliche Normen auf europäischer Ebene (Comit Europen de Normalisation), die alle nationalen Normen, wie z. B. die DIN-Normen in Deutschland, ablösen werden.
Es handelt sich um das für Handwerksbetriebe übliche und anerkannte Meßverfahren zur Bestimmung des Feuchtegehalts von Baustoffen in CM-Prozent.
Begriff für die Aushärtung von Calciumhydroxid (Kalk) durch Aufnahme von CO2 aus der Luft. Auch für die Aushärtung von Beton ist die Carbonatisierung wichtig zur Erreichung der Festigkeit. Bei Stahlbeton ist zur Vermeidung von Schäden die Carbonatisierung zu minimieren zwecks Erhaltung der Alkalität. Dies wird durch Aufbringen CO2-bremsender Beschichtungsstoffe erreicht. Kalkreiche Putze der Mörtelgruppe PI sollten hingegen mit CO2-durchlässigen Beschichtungsstoffen beschichtet werden, um die zur Erhaltung der Putzfestigkeit erforderliche Rekristallisation durch Aufnahme von CO2 zu gewährleisten.
Hauptbestandteil der Zellwände von Holz. Chemisch aufgearbeitete Cellulose wird z. B. als Tapetenkleister, Bindemittel für Leimfarben (Celluloseleim) und als Zusatzstoff für Beschichtungsstoffe verwendet.
Chlorhaltige Stoffe wie Methylenchlorid, Trichlorethylen, die als Löse-, Reinigungs- und Abbeizmittel verwendet wurden. Wegen ihrer gesundheitsgefährdenden Eigenschaften werden Chlorkohlenwasserstoffe nur noch in Ausnahmefällen angewendet.
Industrielles Beschichtungsverfahren von Blechbahnen durch Aufwalzen von Beschichtungsstoffen. Die beschichteten CoilCoating-Bleche werden als Fassaden- und Dachelemente verwendet. Als Beschichtungssysteme kommen häufig siliconmodifizierte Acrylate und Polyester zum Einsatz. Der Vorteil dieser siliconhaltigen Bindemittel ist die hohe Wetterbeständigkeit und lange Haltbarkeit. Ein Nachteil ist die Unverträglichkeit mit nachfolgenden Renovierungsbeschichtungen, bei denen Haftungsprobleme auftreten können. Bei der Überarbeitung von Coil-Coating-Fassaden sollte deswegen immer ein Probeanstrich zur Überprüfung der Haftfestigkeit durchgeführt werden.
Maßzahl für die Verdunstungsgeschwindigkeit von Flüssigkeiten. Je höher der Dampfdruck, desto schneller verdunstet ein Lösemittel. Bei niedrigen Temperaturen ist der Dampfdruck geringer als bei Hitze.
Das Deckvermögen von Beschichtungsstoffen ist die Eigenschaft, den Untergrund mit einer Beschichtung so abzudecken, dass dessen Eigenfarbe nicht mehr sichtbar ist. Beschichtungsstoffe mit hohem Deckvermögen verringern Arbeitskosten, da häufig ein Arbeitsgang eingespart werden kann oder ein geringerer Materialauftrag erforderlich ist zur Erzielung einer gleichmäßigen Fläche.
Im weitesten Sinne versteht man unter Dekontaminieren das Entfernen von Verschmutzungen auf Beschichtungen. Meist wird unter dem Begriff Dekontaminieren die Entfernung von radioaktiven Ablagerungen auf Beschichtungen, z. B. in Atomkraftwerken oder in Krankenhausräumen, in denen Strahlentherapien oder Röntgenaufnahmen durchgeführt werden, verstanden.
Zur Vermeidung von Bakterienbefall in sensiblen Räumen, wie Krankenhäusern, Laboratorien, Lebensmittelbetrieben, werden Wände regelmäßig mit Desinfektionsmitteln gereinigt. Hierzu wird das Desinfektionsmittel nach Herstellervorschrift in Wasser verdünnt und mit einem Schwamm auf die Wand aufgetragen. Damit wird eine Entstehung bzw. Vermehrung von Bakterien verhindert. In Räumen, in denen die Wände desinfiziert werden müssen, eignen sich nur desinfektionsmittelbeständige Beschichtungsstoffe, wie z. B. Latexfarben mit glänzender Oberfläche oder Alkydlacke und 2-Komponenten-Lacke.
Ein Dezibel ist 0,1 Bel. Einheit für ein im Zehner-Logarithmus ermitteltes Verhältnis physikalischer Größen. Solche Größenverhältnisse werden als Pegel oder Maße bezeichnet. In Dezibel werden z. B. Luftschallpegel, Körperschallpegel, Schalleistungspegel und das Schalldämmmaß dargestellt.
Die Dichte gibt an, wieviel schwerer oder leichter ein Material ist als das gleiche Volumen von Wasser bei 4 C. Mathematisch ist die Dichte: Masse geteilt durch Volumen; oder anders ausgedrückt: das Gewicht pro Volumen, z. B. g / cm3 oder kg / Liter.
Zur Abdichtung von Fugen zwischen Baustoffen oder Bauteilen werden Dichtstoffe verwendet. Es wird unterschieden zwischen plasto-elastischen Dichtstoffen auf Basis Acryldispersion und elastischem Thiokol (Polysulfiden) bzw. Silicondichtstoffen.
Das selbsttätige Vermischen (Wandern) der Moleküle als Folge ihrer thermischen Bewegung. Diffusion tritt in Gasen, Flüssigkeiten und Festkörpern auf. Aufgrund der großen Beweglichkeit der Gasmoleküle verläuft sie hier am schnellsten. Die Bewegungsrichtung der Diffusion ist immer in Richtung auf die geringere Konzentration gerichtet. Diffusion ist das Angleichen verschiedener Konzentrationen aneinander. Die Eigenschaft von Gasen oder Dämpfen, durch andere Stoffe durchzudringen, z. B. Wasserdampf durch Beschichtungen, wird als Diffusion bezeichnet. Beschichtungen sollten je nach Anwendung für bestimmte Gase durchlässig sein oder vor dem Eindringen in den Untergrund schützen. Auf Stahlbeton sind Beschichtungen mit geringer Diffusion gefordert, um den Untergrund vor dem Eindringen von CO2 oder SO2 zu schützen. Auf kalkreichen Putzen sind dagegen hoch diffusionsfähige Beschichtungen erforderlich (Carbonatisierung).
Bauteile setzen der Diffusion einen unterschiedlichen Widerstand entgegen. Je höher dieser Widerstand ist, umso weniger Wasserdampf kann durch die Bauteile wandern.
In Räumen wird Schall von Wänden, Böden und anderen Begrenzungsflächen oder Hindernissen reflektiert und dadurch ein diffuser Schall im Raum erzeugt, der stark die Hörsamkeit im Raum beeinflusst.
Schall, der direkt von der Schallquelle, ohne Reflexion oder Streuung an einem Hindernis, beim Empfänger eintrifft.
Die feine stabile Verteilung eines festen Stoffes, z. B. Kunststoffpolymere in Flüssigkeit wie z. B. Wasser, wird als Dispersion bezeichnet. Dispersionen sind die Bindemittel für Dispersionsfarben und bestehen aus Kunststoffpolymeren, z. B. Acrylate, Acetate, fein verteilt in Wasser.
Beschichtungsstoffe, die aus wasserverdünnbaren Kunststoffdispersionen als Bindemittel sowie Pigmenten, Füllstoffen und Additiven bestehen. Dispersionsfarben sind die am häufigsten verwendeten Beschichtungsstoffe und werden für Innen- und Außenfarben in unterschiedlichen Qualitätsstufen hergestellt.
Beschichtungsstoffe mit Bindemitteln von Kunststoffdispersionen sowie Pigmenten, Füllstoffen und Additiven, die eine Beschichtung mit lackähnlicher Eigenschaft ergeben. Dispersionslacke sind wasserverdünnbar und enthalten als Bindemittel meist Acrylatdispersionen.
Beschichtungsstoffe, die als Hauptbindemittel Wasserglas sowie einen Zusatz von Dispersion, Pigmenten, Füllstoffen und Additiven enthalten. Nach VOB Teil C DIN 18 363 darf der organische Anteil maximal 5 % betragen. Dispersionssilikatfarben sind überwiegend mineralisch gebunden und werden als Innen- und Außenfarbe angeboten.
Umwandlung einer Energieform, hier Schallenergie, in Wärme.
Einlage eines Schalldämmstoffes zur Körperschalldämmung.
Baustoff, im Allgemeinen mit niedriger Rohdichte, der aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung und / oder seiner physikalischen Struktur Wärme- und / oder Schalleinwirkungen auf Gebäude und Bauteile günstig beeinflusst. Manche Dämmstoffe verbessern auch das Brandverhalten von Bauteilen. Die am häufigsten verwendeten Dämmstoffe sind in Wärmeleitfähigkeitsgruppen eingeteilt.
Bautechnische Maßnahme, um den Energiedurchgang bei Bauteilen zu behindern (Schalldämmung, Wärmedämmung).
Material zur Körperschalldämmung (siehe dort), nicht zur Luftschalldämmung. Einige Materialien, insbesondere solche faseriger Art, eignen sich aber durch ihre Schallschluckwirkung zur zusätzlichen Luftschalldämpfung. Bei der Dämmung wird anders als bei der Dämpfung der Schall nicht (teilweise) in andere Energieformen umgewandelt, sondern nur durch Reflexionen in andere Richtungen umgelenkt und so die Schallintensität in der Ausbreitungsrichtung vermindert.
Die Absorption von Schall und Schwingungen durch Umwandlung in andere Energieformen. Es ist zu unterscheiden zwischen Luftschalldämpfung und Körperschalldämpfung.
Mechanisches Befestigungselement zur Verankerung des WDVS am Bauwerk, dient der Aufnahme von axialen Zugkräften und Weiterleitung in den tragenden Untergrund.
Expandierter Polystyrol-Hartschaum (EPS) nach DIN 18 164 ist frei von FCKW und von Formaldehyd sowie recycelbar. Das Material ist biologisch neutral, gesundheitsschädigende Wirkungen sind nicht bekannt. Das hauptsächlich für WDV-Systeme verwendete Material ist PS 15 SE (PS = Polystyrol; 15 = 15 kg / m3; SE = schwer entflammbar) (Baustoffklasse B 1 nach DIN 4102) und darf bis zu einer Gebäudehöhe von 22 m (Hochhausgrenze) eingesetzt werden. PS 30 SE wird als Perimeterdämmung für den erdberührten Bereich eingesetzt.
Die Putzoberfläche ist in der Regel möglichst eben auszuführen - es sei denn, dass Unebenheiten ausdrücklich erwünscht sind. Großflächige Ebenheitstoleranzen und Fluchtabweichungen des Untergrundes können je nach Putzsystem nicht oder nur sehr begrenzt beim Verputzen ausgeglichen werden. Da die Putzoberfläche in Handarbeit hergestellt wird, ist eine völlig planebene Oberfläche nicht realisierbar. (Siehe auch Norm "Toleranzen im Bauwesen", DIN 18 201 / 18 202.)
Der Effektivwert E einer Schwinggröße wie Ausschlag- oder Schallschnelle ist deren quadratischer (energetischer) Mittelwert. Der Effektivwert kennzeichnet den Energiegehalt des Schallsignals. Auch RMS (Root Mean Square).
Mineralisch oder silikatisch gebundene Beschichtungen ergeben in Abhängigkeit der Trocknungsbedingung häufig fleckige oder scheckige Oberflächen. Zur farblichen Angleichung wird ein Egalisationsanstrich aufgebracht.
Unter Egalisieren lassen sich verschiedene Eigenschaften definieren.
a) Grundierung oder Voranstrich zum Ausgleich der Saugfähigkeit des Untergrundes,
b) Ausgleich von Rauhigkeiten oder Unebenheiten im Untergrund und durch Aufbringen von gefüllten Beschichtungen oder Spachtelmassen,
c) Ausgleich von farblich unterschiedlichen oder fleckigen, scheckigen Oberflächen.
Jedes schwingungsfähige System (Zusammenspiel von Masse und Federung[en]) hat eine Eigenfrequenz. Je geringer die Dämpfung des Schwingungssystems ist, desto stärker kommt die Eigenfrequenz zum Tragen, wenn eine mit der Eigenfrequenz übereinstimmende anregende Frequenz das System zum Schwingen bringt.
Strahlt eine Lärmquelle ein Geräusch ab, in dem ein oder mehrere Einzeltöne deutlich hervortreten, wird das Geräusch als belastender erfahren, als Messwerte wie z. B. Schallpegel indizieren.
Die Eigenschaft eines Stoffes oder Körpers, unter Einwirkung einer Kraft seine Länge oder Form zu verändern und nach Beendigung der Krafteinwirkung seine ursprüngliche Länge oder Form wieder anzunehmen. Gummi ist ein typisch elastischer Stoff.
Kunststoffe, die bei Raumtemperatur elastische Eigenschaften aufweisen. Gummielastisches Polymer, eine Verbindung von Makromolekülen, z. B. Polyurethan oder Polyethylen, die auch zu Schäumen verarbeitet und zur Lärmbekämpfung eingesetzt werden können.
Eine Kenngröße für die Fähigkeit eines Bauteils (z. B. Estrich), elektrischen Strom zu leiten.
Formelzeichen "RA" mit der Maßeinheit [~].
Die stabile Verteilung zweier nicht miteinander mischbarer Flüssigkeiten wird als Emulsion bezeichnet, z. B. Öl in Wasser. Mit Hilfe von Additiven, wie Emulgatoren, und intensivem Rührvorgang wird die stabile, dauerhafte Vermischung erreicht. Beispiel für eine Emulsion ist die Milch, die eine feine Verteilung von Fetten in Wasser ist.
Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden; sie führt bauliche und haustechnische Belange zusammen.
Beim Prinzip der Energieäquivalenz geht man davon aus, dass die mittlere Schallenergie eines diskontinuierlichen Geräuschs in einem Zeitraum T die gleiche Wirkung hat wie die eines kontinuierlichen Geräuschs gleicher Energie. Dabei wird angenommen, dass ein Dauerschallpegel X, der ein Geräusch mit der Dauer D beschreibt, gleichwertig einem Geräusch ist, das nur die halbe Dauer (D / 2) hat, dafür aber einen 3 dB (= 10 * log 2) höheren Schallpegel aufweist. Gibt bei wechselnden Schallpegeln diejenige Pegelerhöhung an, die bei einer Halbierung der Einwirkzeit als gleich laut / störend (Höräquivalenz) bzw. gleich gehörschädigend empfunden wird. Der Mittelungspegel äquivalenter Dauerschallpegel kann so für alle Einwirkzeiten ermittelt werden. Er stellt den zeitlichen Mittelwert für die Gesamtheit der einwirkenden Schallenergie dar.
Epoxidharze finden als Duroplaste in verschiedenen Materialien im Bodenbereich Verwendung, wie z. B. in Beschichtungen, Imprägnierungen, Versiegelungen, Harzen etc.
Ergiebigkeit ist die Fläche in m2, die durch Auftrag einer bestimmten Menge eines Beschichtungsstoffes beschichtet werden kann. Die Angabe erfolgt in m2 pro Liter Beschichtungsstoff. Daraus ist erkennbar, wieviel Fläche mit dem Inhalt eines Gebindes beschichtet werden kann, z. B. 60 m2 mit 10 Litern Farbe.
Schall oder Schwingungen stellen eine dynamische Belastung dar, die bei vielen Werkstoffen Materialermüdung bewirken kann, vor allem wenn die Eigenfrequenzen des Materials angeregt werden. Durch Körperschalldämpfung, insbesondere im Bereich der Eigenfrequenzen, kann die Ermüdung verringert werden.
In Lösemittel oder Bindemittel lösliches Farbmittel. Farbstoffe werden häufig für Textilien verwendet.
Systemzugehörige Fassadenprofi le, die auf Wärmedämm-Verbundsysteme aufgeklebt und ebenfalls endbeschichtet werden, erlauben eine dreidimensionale Strukturierung der Fassade. Für die Rekonstruktion historischer Fassaden sind spezielle Profi le erhältlich.
Als Profile werden in unterschiedlichen Abmessungen angeboten:
  • Gurtgesimse
  • Fensterrahmeneinfassungen
  • Fensterbankprofi le
  • Kopfsteine
  • Bossen und Bossensteine
  • Rundbögen

Fensterbänke bilden in einem Wärmedämm-Verbundsystem eine konstruktiv kritische Stelle. Es gibt inzwischen ausgereifte Lösungen: Aluminium-Fensterbänke, die auch seitlich schlagregendicht sind mit speziellen Bordprofilen, die in der Lage sind, thermische Längenänderungen aufzunehmen.
Der Festkörper ist der Teil eines Beschichtungsstoffes, der nach Verdunsten aller flüchtigen Anteile zurückbleibt.
Die Landesbauordnungen stellen Anforderungen an den Schutz der Bauteile gegen Feuchteeinwirkungen, um damit Beeinträchtigungen ihrer Standsicherheit und nachteilige Auswirkungen durch Schimmelpilzbildung usw. auf die Bewohner zu vermeiden. Feuchteeinwirkungen können von außen (Regen) und von innen (Tauwasser und Baufeuchte Tauwasserbildung) entstehen. Dabei ist zu unterscheiden zwischen Tauwasser auf der Bauteilober-fläche und Tauwasser im Bauteilinnern.
Die unterste Temperatur, bei der eine Flüssigkeit gerade noch brennbare bzw. entflammbare Dämpfe entwickelt.
Neutralisation mineralischer Putze mit Fluaten zur Verringerung der Alkalität. Die Wirksamkeit der Fluate beruht auf einer Reaktion der Fluor-Silikate mit dem Kalkanstrich von Kalk- und Zementputzen. Auf Gipsputzen und Lehm sind Fluate nicht wirksam. Fluate werden angewendet zur Vermeidung von Kalkausblühungen auf neuen Putzen oder Nachputzstellen sowie zum Absperren von Wasserflecken.
Raum um eine Schallquelle mit freier / ungehinderter Ausbreitung des Schalls.
Anzahl der Schallschwingungen (Wellenformwiederholungen) pro Sekunde. Wird in Hertz angegeben. Jede Verdoppelung der Frequenz empfindet das menschliche Gehör als einen äquidistanten Schritt, daher werden Frequenzspektren oft logarithmisch dargestellt, wodurch der Abstand zwischen 100 und 200 Hertz gleich groß ausfällt wie der zwischen 200 und 400 und 400 und 800 Hertz etc.
siehe unter: Bewertung
siehe unter : Schallspektrum
Wirkstoffe als Zusatzmittel für Beschichtungsstoffe zur Vermeidung von Schimmelpilzbefall an Innen- oder Außenflächen.
Das Füllvermögen eines Beschichtungsstoffes ist die Eigenschaft, Rauhigkeiten eines Untergrundes auszugleichen.
Ein Geräusch setzt sich zusammen aus vielen Tönen unterschiedlicher Frequenz, oft mit einem kleineren oder größeren Anteil von Rauschen.
Die Geräuschemission von Maschinen wird durch den Schallleistungspegel angegeben.
Die Prüfung des Haftvermögens von Anstrichen und Lackierungen. Die Gitterschnittprüfung erfolgt nach DIN 53 151 bzw. DIN ISO 2409, indem die Beschichtung in einem definierten Schnittabstand mit einem scharfen Messer gleichmäßig bis auf den Untergrund eingeritzt wird. Es werden sechs sich rechtwinklig kreuzende Schnitte ausgeführt. Je nach Abplatzungen der Beschichtung wird der Gitterschnittkennwert von Gt 0 bis Gt 4 angegeben, wobei Gt 0 eine sehr gute, Gt 4 eine sehr schlechte Haftfestigkeit ausdrückt. Der Gitterschnitt sollte nur auf Untergründen, wie z. B. Blech, ausgeführt werden, bei denen der Schnitt den Untergrund nicht zerstören kann. Die Gitterschnittprüfung, z. B. auf mineralischen Putzen, ist nicht sinnvoll, da der Schnitt den Untergrund zerstört und nicht genau erkennbar ist, ob Abplatzungen nach dem Schnitt auf mangelnde Haftfestigkeit oder Zerstörung des Untergrundes zurückzuführen sind.
Auch "Hintergrundgeräusch": Als Grundgeräusch wird bei einer Messung dasjenige Geräusch bezeichnet, das von anderen als dem eigentlich zu messenden Schallstrahler herrührt und den niedrigsten Pegel aufweist. Der Ausdruck wird auch zur Bezeichnung des allgemeinen Geräuschhintergrundes in Wohnungen oder Fabrikhallen verwendet. Ein Hintergrundgeräusch kann dann erwünscht sein, wenn es störende Einzelgeräusche überdeckt.
Grünverfärbung von Bauteilen aus Kupferblech durch Einwirkung von Regen, CO2 und SO2.
Aufklebung von Probestempeln z. B. auf den verlegten Estrich, die mit Hilfe eines genormten Gerätes unter Kraftanwendung wieder abgerissen werden. Der sich hieraus ergebende Wert lässt Schlüsse auf die Oberflächenqualität zu.
Formelzeichen "ßHZ" in [N / mm2 ]; Qualität der Oberflächenzugfestigkeit eines Fußbodens bzw. der Verbindung zweier Schichten miteinander (z. B. Verbundestrich auf tragendem Untergrund).
siehe unter: Äquivalenzparameter
Als Hall bezeichnet man den Nachklang eines Schalls nach Beendigung der Schallerregung, z. B. bei Musikinstrumenten oder in geschlossenen Räumen. Die Nachhallzeit kann je nach Umgebung unterschiedlich lang sein.
Ein Hallraum ist ein Schallmeßraum, dessen Wand-, Decken- und Bodenflächen den Schall möglichst gut reflektieren, wodurch die Nachhallzeit verlängert wird. In solchen Räumen wird der Schalleistungspegel einer Schallquelle oder der Absorptionsgrad eines Materials gemessen.
Frequenz, die ein ganzzahliges Vielfaches der Grundfrequenz darstellt.
Brennstoffmenge, die z. B. bei der energetischen Sanierung von Altbauten durch die Verbesserung der Wärmedämmung der Gebäudehüllfläche gegenüber dem ursprünglichen Zustand eingespart wird.
Die Heizgradtagzahl ist die Summe der täglichen Differenzen zwischen der mittleren Raumtemperatur von 20 C und der mittleren Außenlufttemperatur über alle Heiztage der Heizperiode. Ein Heiztag ist ein Tag, an dem das Tagesmittel der Lufttemperatur unter 15 C liegt. Aufgrund langjähriger Aufzeichnungen der meteorologischen Daten wurden für zahlreiche Orte die Werte festgelegt (VDI-Richtlinie 2067).
Beispiel Ulm: 256,8 Heiztage, 4,2 C mittlere Außenlufttemperatur, Heizgradtage = 256,8 x (20 - 4,2) = 4057
Mit Hilfe der Heizgradtage kann der Energieverbrauch bzw. die Energieeinsparung berechnet werden.
Beispiel: u-Wert x Heizgradtage 24 / 1000 = Energie (kWh) u-Wert (vor Dämmung) - u-Wert (nach Dämmung) Heizgradtage 24 / 1000 = Energieeinsparung (kWh)
Beispiele:
Garmisch-Partenkirchen 4233
Freiburg 3306
Hannover 3782
Stuttgart 3434
Köln 3223
Berlin-Tempelhof 3694
Wiesbaden 3517
Der Hellbezugswert ist ein Maß für den Reflexionsgrad einer bestimmten Farbe. Er bewegt sich zwischen 0 % (Schwarz) und 100 % (Weiß). Generell gilt, dass möglichst helle Farbtöne für Wärmedämm-Verbundsysteme ausgewählt werden sollen, um die Oberflächentemperatur bei Sonneneinstrahlung und damit die thermischen Spannungen gering zu halten. Es sollten nur Farbtöne mit einem Hellbezugswert >20 % eingesetzt werden.
Einheit der Frequenz. 1 Hz = eine komplette Schwingung pro Sekunde.
Lacke mit einem hohen Gehalt an nichtflüchtigen Anteilen. In der Regel werden Lacke mit einem Festkörperanteil >85 % als HighSolid-Lacke bezeichnet. Wegen des hohen Festkörpergehalts ergeben diese Lacke höhere Schichtdicken, so dass mit einem Arbeitsgang ein besseres Ergebnis, insbesondere ein höheres Deckvermögen erreicht werden kann.
Wasserfreundlich. Stoffe oder Oberflächen, die mit Wasser leicht benetzbar sind.
Wasserabweisend. Stoffe oder Oberflächen, die mit Wasser nur schlecht oder nicht benetzbar sind.
Zur Verringerung der Wasseraufnahme werden saugfähige Oberflächen von Bauteilen mit Hydrophobierungsmitteln, z. B. Imprägniermitteln auf Siliconbasis, beschichtet, um eine wasserabweisende Oberfläche zu erhalten.
Colloidale Lösungen mit sehr geringen Teilchengrößen. Kunststoffdispersionen in Hydrosol-Form werden als hochwertige wässrige Grundiermittel verwendet, da sie wegen ihrer feinen Teilchengröße gut in den Untergrund eindringen.
Wasseranziehend. Stoffe, die Luftfeuchtigkeit aufnehmen und an sich binden, haben hygroskopische Eigenschaften, z. B. verschiedene Salze.
Die Aufnahme bzw. Abgabe von Feuchtigkeit und die Temperaturerhöhung bzw. -absenkung bewirken eine Ausdehnung bzw. ein Zusammenziehen der Armierungsschicht und Putzbeschichtung. Diese Lastfälle bezeichnet man als hygrothermische Belastungen.
Frequenzbereich, den das menschliche Gehör gut wahrnimmt. Das Hörvermögen des menschlichen Ohres reicht normalerweise von ca. 16 Hz bis 16 kHz. Am empfindlichsten reagieren wir auf Frequenzen zwischen 1000 und 6000 Hertz.
Die Hörschwelle ist derjenige Schalldruck, der vom menschlichen Gehör gerade noch wahrgenommen werden kann. Die Hörschwellen liegen unterschiedlich hoch für reine Töne, Rauschen verschiedener Bandbreiten und Tonpulse. Besonders niedrig liegt die Hörschwelle für Frequenzen zwischen 1 und 5 Kilohertz.
Die Impedanz Z ist der komplexe Schwingungswiderstand: Quotient aus (Erreger-)Kraft und (System-)Geschwindigkeit bzw. davon abgeleiteten Größen.
Ein Impedanzrohr dient zur Messung des Absorptionsgrades eines Materials bei senkrechtem Schalleinfall.
Schutzbehandlung poröser Baustoffe wie Klinker, Beton, Holz, z. B. durch Aufbringen einer nicht filmbildenden Imprägnierung auf Basis von Siliconen oder Silanen zur Erzielung einer wasserabweisenden Oberfläche. Auf Holzflächen werden Imprägnierlasuren auf Basis Öl / Alkyd oder Acrylat verwendet.
Impulse sind Schallereignisse von kurzer Dauer und mit sehr schnellem Anstieg der Intensität. Impulshaltige Geräusche werden als störender empfunden als gleichmäßige, daher müssen die Messwerte durch einen "Impulszuschlag" bewertet werden, um zu einer gehörrichtigen Charakterisierung des betreffenden Geräusches zu gelangen.
Zur Feststellung, ob ein Stoff oder Untergrund alkalisch, neutral oder sauer reagiert, wird der pH-Wert mittels Indikatorpapier geprüft.
Schall mit einer Frequenz von weniger als 30 Hz. Töne mit derart niedrigen Frequenzen werden eigentlich nicht mehr "gehört", das menschliche Ohr kann die Tonhöhe und die Lautstärke nicht mehr empfinden. Stattdessen werden solche Schallereignisse als Vibrationen wahrgenommen, die auch Ohrdruck, Unsicherheits- oder Angstgefühle auslösen können.
Substanz, mit der chemische Vorgänge eingeschränkt oder verhindert werden, z. B. Korrosionsschutz durch Aufbringen eines Rostschutzmittels zur Verhinderung von Rostbildung.
Bauphysikalisch ungünstige Maßnahme zur Wärmedämmung von Außenwänden. Das Mauerwerk bleibt im Winter über seinen gesamten Querschnitt kalt und wird im Jahresverlauf den gesamten klimatischen Temperaturdifferenzen ausgesetzt. Kann sinnvoll sein bei nur kurzfristig genutzten Räumen (z. B. Kirchen, Sporthallen, Versammlungsräumen), die schnell aufgeheizt werden müssen. Infolge der Innendämmung müssen keine schweren Außenwandbauteile aufgeheizt werden, somit bleibt die notwendige Heizenergiemenge gering. Bei Verwendung der Innendämmung entstehen gravierende Wärmebrücken (Decken, in Außenwände einbindende Innenwände), da die Wärmedämmung nur raumhoch und raumbreit eingebaut werden kann.
Bei der Überlagerung von Schallwellen mit gleicher Frequenz aber unterschiedlichem augenblicklichem Schwingungszustand (Phase) ergeben sich vor Wänden stehende Wellen. Ein Interferenzdämpfer ist ein Reflexionsdämpfer, der durch die Auswahl entsprechender Interferenzfrequenzen eine deutliche Minderung des Schallpegels erreicht.
Beschichtungen, die nach der Trocknung bzw. Aushärtung nicht mehr von Lösemitteln angelöst werden. Chemisch oder oxidativ aushärtende Beschichtungen, wie Alkydlacke oder zweikomponentige Epoxid- und Polyurethan-Lacke, sind irreversibel.
Eindämmung von Luft- oder Körperschall oder Schwingungen.
Mineralisches Bindemittel für Silikatfarben.
Filmbildung von Dispersionen. Während der Trocknung der Dispersionen verdunstet das Wasser, die Kunststoffpartikel geraten in direkten Kontakt, dabei entsteht ein Verkleben der Polymerisatteile. Diese "verfließen" ineinander, wodurch sich der Film verfestigt.
Die Verteilung der Feuchtigkeit im Mauerwerk beruht auf der Kapillarität der Baustoffe. Die kapillare Saugfähigkeit ist abhängig von der Größe der Kapillaren. Je kleiner die Poren, desto höher die kapillare Saugfähigkeit; umso höher kann das Wasser im Mauerwerk aufsteigen und umso tiefer können Grundier- oder Imprägniermittel in den Untergrund eindringen.
Beschleuniger bzw. Auslöser von chemischen Reaktionen, z. B. Sikkative in Öl-Alkyd-Lacken.
Möglichkeit der Schlußbeschichtung auf einem WärmedämmVerbundsystem (Riemchenbelag oder keramische Fliesen). Die Bekleidung wird auf den erhärteten Unterputz (Armierungsschicht) aufgebracht. Generell werden die Dämmplatten als Träger für solche Fassadenbekleidungen verklebt und verdübelt. Dabei werden die Dübel durch das Armierungsgewebe gesetzt.
Hörschall bestehend aus einer Grundfrequenz und Oberwellen verschiedener Schallintensität.
Klebemassen sind Produkte, die einen dauerhaften Verbund der Dämmstoffe zum Untergrund sichern. Es gibt sie auf der Basis von Kunstharzdispersionen oder als werkseitig vorgefertigte Trockenmörtelmischungen.
Physikalische Verflüssigung von Gasen oder Dämpfen durch Abkühlung. Wasserdampf in der Raumluft kondensiert bei Unterschreitung des Taupunktes auf kalten Flächen.
Additiv zur Vermeidung von Bakterienbefall, z. B. in wässrigen Dispersionsfarben. Konservierungsmittel werden auch als Topfkonservierer bezeichnet.
Verschiedene Gesetze und Verordnungen schreiben die lärmarme Konstruktion von Maschinen und Anlagen vor, damit von Beginn an die Entstehung von Schall verhindert wird (primärer Schallschutz).
Übergang eines unedlen Metalls unter Einfluss von Sauerstoff, Wasser, CO2, SO2 in eine stabile Verbindung. Beispiele sind: Umwandlung von Eisen durch Oxidation in Rost oder Bildung einer Oxidschicht auf Zinkflächen.
Summe der Maßnahmen, um Metalle, Beton, Kunststoffe vor Zerstörung durch chemische oder physikalische Angriffe zu schützen.
Ablösen von Pigmenten und Füllstoffen aus Beschichtungen, verursacht durch Abbau des Bindemittels, durch Einwirkung von UV-Licht und Wasser oder teilweise Abwanderung des Bindemittels in saugfähige Untergründe.
Die Hauptschadenswirkung der Salze beruht darauf, dass beim Übergang von der gelösten Form in die kristallisierte Form eine Volumenvergrößerung stattfindet. Dabei entsteht der sogenannte Kristallisationsdruck. Dieser Kristallisationsdruck kann verglichen werden mit dem Druck, der entsteht, wenn Wasser gefriert. Wasser dehnt sein Volumen während des Gefriervorganges um ca. 10 % aus. Sind die Poren im Mauerwerk oder im Mörtel zu mehr als 90 % mit Wasser gefüllt, entwickelt sich beim Gefriervorgang des Wassers ein hoher Druck auf die Porenwandung. Salze verhalten sich beim Auskristallisieren wie gefrierendes Wasser. Befinden sich in den Kapillarräumen in Wasser gelöste Salze, so kommt es beim Verdunsten des Wassers zur Kristallisation. Die dabei entstehende Volumenvergrößerung kann Baustoffe zerstören. Üblicherweise kann ein Baustoff die Kristallisation von Salzen mehrmals "überstehen". Der Baustoff wird allerdings nach und nach zermürbt und dabei zerstört.
Nach DIN 55 958 sind Kunstharzputze kunstharzgebundene Beschichtungen mit putzartigem Aussehen. Kunstharzputze enthalten als Bindemittel Dispersion, als korngebende Zuschläge Quarzsand und / oder kalzitische Füllstoffe, z. B. gemahlenen Marmor. Verwendung als Strukurputze für innen und außen mit Rillen- oder Kratzputzstruktur.
Körperschall ist der Schall, der sich an einem festen Medium oder an dessen Oberfläche ausbreitet. Liegt die Frequenz über 15 Hz, spricht man von Körperschall, bei tieferen Frequenzen von Schwingungen oder Erschütterungen. Eine in der Lärmbekämpfung wichtige Form des Körperschalls ist der Trittschall, der durch Gehen etc. auf Decken entsteht.
Durch Körperschalldämmung wird die Ausbreitung von Körperschall verhindert, indem der Schall an einer elastischen Schicht (teilweise) reflektiert wird. Generell gilt, je weicher die Schicht und je geringer ihre Impedanz (Schwingungswiderstand), desto besser die Dämmung.
Körperschalldämpfung verhindert die Umwandlung von Körperschall in Luftschall durch Energieumwandlung beim Durchdringen homogener Beläge, die mit dem Körper verklebt oder verbunden sind. Körperschall wird gedämpft durch Absorption, d. i. interne Umwandlung aufgrund von thermischen, magnetischen oder atomaren Umordnungen der Moleküle in der Materie, oder durch externe Dämpfung durch die Reibungsverluste in der Lagerung / Befestigung der jeweiligen Konstruktion. Körperschalldämpfung kann durch spezielle Konstruktionen wie Sandwich-bleche oder Entdröhnungsbeläge verstärkt werden.
Beschichtungsstoffe mit transparenter lasierender Eigenschaft. Auf Holz werden Lasuren als transparenter oder farbiger Schutzüberzug verwendet. Auf geeigneten Untergründen dienen Lasuren der dekorativen Beschichtung.
Lautstärke ist die physikalische Seite der Schallstärke.
Natürliches Bindemittel zur Herstellung von Öl- oder Alkydlacken. Leinöl wird aus Leinsamen (Samen von Flachs) gewonnen.
Eine Schallquelle mit einer größeren Ausdehnung in einer Dimension. Typisches Beispiel ist der Verkehrslärm einer vielbefahrenen Straße (die Linienschallquelle setzt sich hier aus vielen Einzelschallquellen zusammen). Die Form der Schallquelle spielt bei der Berechnung von Ausbreitung und Abnahme der ausgestrahlten Schallenergie eine Rolle.
Die Lochfläche in den Abdeckplatten von Absorbern muss ausreichend groß sein, um den Absorptionsgrad bei hohen Frequenzen aufrechtzuerhalten. Je dicker die Platte, desto größer muss die Lochfläche sein.
Bei der Ausbreitung von Schallwellen in der Luft wird durch die Anregung von Teilchenschwingung (in Abhängigkeit von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit) ein Teil der Schallenergie absorbiert.
Kalk, der durch Aufnahme von CO2 aushärtet.
Luftschall ist der Schall, der sich als Schallwellen in der Luft ausbreitet, im Gegensatz zu Flüssigkeits- oder Körperschall.
Durch Schalldämmung / Schallisolation mittels Trennwänden, dämmenden Auskleidungen etc. wird verhindert, dass der Luftschall von einem Raum in den anderen übertritt. Gute Dämmflächen sind schwere, möglichst biegeweiche Trennwände oder doppelschalige Konstruktionen. Die Wirkung wird als Schalldämmaß R gemessen.
Luftschalldämpfung erfolgt durch Absorption / Schallschluckung von Schallenergie in Absorbermaterialien, insbesondere in solchen mit großer, poröser Oberfläche, in die der Schall eindringen kann. Dadurch geraten die Luftmoleküle in den Poren in Schwingung, durch Reibungsverluste an den Porenwänden wird Schallenergie in Wärme umgewandelt.
Unregelmäßige kleine Löcher in der Oberfläche von Sichtbeton. Die Lunker entstehen durch Einschluss von Luftblasen beim Betonieren.
Psychologisch basierter Begriff: Arten von Schall, die von Menschen als störend oder lästig empfunden werden und gegebenenfalls sogar gesundheitsschädlich wirken. Das Bundesimmissionsschutzgesetz legt Grenzwerte fest, insbesondere für erhebliche Belästigungen und gesundheitsgefährdenden Lärm. In der Akustik definiert man Lärm als räumliche und zeitliche Schwankungen der Dichte und des Drucks in einem elastischen Medium um einen Mittelwert, die sich mit einer dem Medium charakteristischen Geschwindigkeit fortpflanzen. Je nachdem, ob das Medium fest oder gasförmig ist, unterscheidet man zwischen Körperschall und Luftschall.
Lärm ist als eine Art Umweltverschmutzung zu betrachten. Zahlreiche Gesetze und Verordnungen schreiben Maßnahmen zur Lärmbekämpfung vor. In Deutschland arbeitet insbesondere der Deutsche Arbeitsring für Lärmbekämpfung e. V. für die Verhinderung von Lärmbelästigungen.
An Autobahnen und Eisenbahnlinien werden 3-5 m hohe Wände errichtet, um den Verkehrslärm abzuschirmen (Lärmminderungswirkung bis zu 10 dB [A]).
Wenn das Gehör über längere Zeit größeren Schallintensitäten ausgesetzt ist, kann es zu Lärmschädigungen kommen. Neben vegetativen Störungen, Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen können auch akute und permanente Hörbeeinträchtigungen (Lärmschwerhörigkeit, Lärmvertäubung) auftreten.
Flüssige, flüchtige Verbindungen, die geeignet sind, andere Stoffe zu lösen, ohne diese chemisch zu verändern. Harze werden mittels geeignetem organischem Lösemittel vom festen in einen flüssigen Zustand übergeführt und können erst dann als Bindemittel für Beschichtungsstoffe verwendet werden.
Abkürzung für Maximale Arbeitsplatz-Konzentration. Er gibt die höchstzulässige Konzentration eines Stoffes (Gase, Schwebstoffe) in der Raumluft an, welche über acht Stunden täglich bzw. 40 Stunden wöchentlich die Gesundheit eines Menschen nicht beeinträchtigt.
Ein in etwa zeitgleich auftretender Maskierschall kann einen Zielschall (Zielstimulus) überdecken.
Das Massegesetz beschreibt, wie hoch die zu erwartende Schalldämmleistung einer einzelnen Schicht eines nichtporösen Materials ist: Die Luftschalldämmung von einschaligen Wänden nimmt um 6 dB je Masseverdoppelung und um 6 dB je Frequenzverdoppelung zu.
Angabe zur Trocknung bzw. Aushärtung von Beschichtungsstoffen erforderlicher Mindesttemperatur für Umluft und Untergrund. Bei Unterschreitung der MFT können Eigenschaften der Beschichtung beeinträchtigt werden, z. B. Rißbildungen, Glanzminderung, Haftvermögen.
Die DIN 4108 legt verbindliche Mindestwerte für Decken, Wände und Dächer fest. Der Mindestwärmeschutz darf zur Vermeidung bauphysikalisch bedingter Feuchtigkeitsschäden nicht unterschritten werden.
Begriff für Beschichtungsstoffe mit anorganischen Bindemitteln wie Silikat-, Kalk- oder Zementfarben.
Je nach Grundstoff werden künstliche Mineralfasern als Steinwolle, Glaswolle oder Schlackenfaser bezeichnet. Sie dienen im Wesentlichen zur thermischen Isolierung, werden aber auch zur Absorption von Luftschall oder zur Trittschalldämmung eingesetzt. Wegen der Faserabgabe stehen die Mineralfasern im Verdacht, bei der Verarbeitung und während des Einbaus potentiell gesundheitsgefährdend zu sein.
Mineralwolle ist ein Mineralfaser-Dämmstoff nach DIN 18 165 und besteht aus Steinfasern, die durch Phenolharz zu einer Platte verbunden werden. Man unterscheidet Putzträgerplatten und Putzträgerlamellen: Bei den Mineralwolle-Putzträgerplatten verlaufen die Fasern parallel zum Untergrund. Die Platte hat eine Wärmeleitfähigkeit l = 0,04 W / mK bei einer Dichte von 100 bis 200 kg / m2. Die Abreißfestigkeit beträgt mindestens 15 kN/m2. Dies macht eine Verdübelung in jedem Fall erforderlich. Mineralwolle ist nicht brennbar (Baustoffklasse A nach DIN 4102) und darf für Gebäudehöhen bis 100 m eingesetzt werden. Bei der Mineralwoll-Putzträgerlamelle laufen die Fasern senkrecht zum Untergrund. Die Platte hat eine Wärmeleitfähigkeit l = 0,04 W / mK bei einer Dichte von 70 bis 90 kg / m2. Aufgrund der "Bürstenstruktur" beträgt die Abreißfestigkeit mindestens 80 kN / m2. Dies macht eine Verdübelung bei klebegeeignetem und tragfähigem Untergrund überflüssig. Das Format (20 x 120 cm) ermöglicht in Verbindung mit der "Bürstenstruktur" die Dämmung von Rundbauten. Die Lamelle gibt es auch ein- oder zweiseitig beschichtet. Dabei entfällt die sonst erforderliche Preßspachtelung vor dem eigentlichen Kleberauftrag. Neuerdings werden auch Putzträgerplatten mit R = 0,035 W / m * k angeboten.
Ausgangsstoffe für Makromoleküle, die durch Polymerisation aneinandergekettet werden und sogenannte Polymere bilden.
siehe unter: Hall
Schall wird zwischen Räumen nicht nur direkt durch die Wände übertragen, sondern auch auf Nebenwegen wie Rohrleitungen, Undichtigkeiten, Hohlräume in Böden oder Decken, was die Schalldämmung deutlich verringern kann.
Mittelwert des Absorptionsgrades im Frequenzbereich von 250-2000 Hertz.
Ein Ton, dessen Frequenz ein ganzzahliges Vielfaches der Frequenz des Grundtons ist. Grundfrequenz und Oberwellen bilden zusammen einen Klang.
Bei Personen mit Tinnitus-Beschwerden sind durch Lärm oder andere Einflüsse z. B. psychischer Art geschädigte Hörsinnzellen auch ohne äußeres Schallereignis dauererregt. Der Patient nimmt ein Dauergeräusch wahr, typischerweise als Rauschen, Brummen, Pfeifen oder Rattern. Solche Geräuschwahrnehmungen können teilweise durch Maskiergeräusche überdeckt werden.
Hindurchwandern von Flüssigkeiten durch eine halbdurchlässige Schicht, z. B. eine Beschichtung. Osmose verursacht z. B. Unterrostung der Lackierung an Metallen, insbesondere wenn am Untergrund Salz anhaftet und Wasser durch die Lackierung zur Salzschicht wandert.
Ein Passivhaus ist ein Gebäude mit derart geringem Heizwärmebedarf, dass eine separate Heizung überflüssig wird. Die Wärme kann über das ohnehin vorhandene Zuluftsystem zugeführt werden. Passivhäuser sind "supergedämmt" mit Wärmedurchgangskoeffizienten von max. 0,15 W(mK) für alle Außenbauteile (Dach, Wand, Kellerdecke bzw. Bodenplatte). Das bedeutet, dass die Dämmstoffdicken zwischen 25 und 40 cm liegen, natürlich wärmebrückenfrei und luftdicht.
Ein Pegel wird (meist) in Dezibel angegeben. "Pegel" wird auch oft als Kurzform von "Schallpegel" verwendet. Grundsätzlich werden solche physikalischen Größen als Pegel bezeichnet, die nicht unmittelbar in physikalischen Einheiten, sondern als logarithmisches Verhältnis eines Wertes zu einer gleichartigen Bezugsgröße angegeben werden. Logarithmierte Größen werden z. T. als "Maß" bezeichnet, insbesondere solche, die eine Bewertung erfahren haben.
Durchdringen eines Stoffes durch einen anderen, z. B. Eindringen von Grundiermittel in den Untergrund.
Nicht sichtbare Dämmung im Erdreich. Bevor das Dämmsystem angebracht wird, ist es notwendig, das Bauwerk abzudichten. Die Dämmung erfolgt mit speziellen expandierten PolystyrolHartschaumplatten, die für diese Anwendung bauaufsichtlich zugelassen sind.
Passive Schallschutzeinrichtung, in der Bedienungspersonal vor Lärmeinwirkung durch Maschinengeräusche etc. geschützt wird, z. B. eine Holz- oder Stahlkonstruktion, die mit einem Schall-schluckmaterial ausgekleidet ist.
Die Phase einer Schwingung ist der augenblickliche Bewegungszustand aller schwingenden Teilchen.
Indikator zum Nachweis der Alkalität. Phenolphthalein ergibt auf alkalischen Untergründen mit pH-Wert >9,6 eine rote Färbung. Mit Phenolphthalein lässt sich näherungsweise die Carbonatisierungstiefe von Beton bestimmen.
Der Lautstärkenpegel, in den Frequenz und Schalldruckpegel als Parameter eingehen, wird durch die Phon-Zahl charakterisiert. Einem Geräusch werden x Phon zugeschrieben, wenn es von normalhörenden Personen als gleich laut wie ein Sinuston von 1000 Hz mit dem Schalldruckpegel x wahrgenommen wird.
Das Phonotrauma ist eine Form der Schwerhörigkeit, die im Unterschied zur Altersschwerhörigkeit durch Lärm verursacht wurde.
Pulverförmige, farbgebende, sehr feinteilige Stoffe, die im Beschichtungsmedium nicht löslich sind. Pigmente beeinflussen den Farbton, das Deckvermögen und in speziellen Fällen den Korrosionsschutz von Beschichtungen.
Kunststoffe, die bei Erwärmung weich werden und dann verformbar sind. Nach dem Erkalten werden Plastomere wieder fest und sind formstabil.
Bezeichnung für lösemittelhaltige Beschichtungsstoffe, deren Bindemittel ein durch Polymerisation hergestelltes Kunstharz ist.
Verkettung gleichartiger oder verschiedener Stoffe (Monomere) zu Makromolekülen, ohne dass es zu einer Stoffumwandlung kommt. Aus einzelnen Molekülen entstehen Makromoleküle (Polymerisate), z. B. Polyvinylacrylat, Polyvinylchlorid.
Expandierter Polystyrol-Hartschaum (EPS) nach DIN 18 164 gehört zur Gruppe der "organischen" Dämmstoffe. EPS besteht aus kleinen Kugeln, die mit Luft gefüllte Hohlräume umschließen. Dies macht Hartschaum bei ausgezeichneten Dämmeigenschaften extrem leicht.
Abkürzung: "PUR"; findet in verschiedenen Materialien im Bodenbereich Verwendung, wie z. B. in Dämmstoffen, Beschichtungen, elastischen Verfugmaterialien, Klebern etc. Polyurethan wird hergestellt aus Rohölprodukten durch chemische Reaktionen von Polyisocyanaten und Polyolen.
Akustisch wirksame Porosität ist das Verhältnis des vom Schall durchdringbaren Luftvolumens (Porenvolumens) zum Gesamtvolumen eines porösen Materials. Geschlossene Zellen werden nicht berücksichtigt.
Schallquelle, bei der die Schallwellen nur von einer punktförmigen (punktförmig gedachten) Stelle ausgehen. Gegensatz zu Linienschallquelle (z. B. verkehrsreiche Straße).
Putze müssen als Beschichtung auf einem Wärmedämm-Verbundsystem vielfältigen Anforderungen genügen. Sie müssen
  • die Wärmedämmschicht gegen Wettereinwirkung und mechanische Beschädigungen schützen und
  • dem System ein ansprechendes Aussehen geben.

Außerdem sollten sie gut verarbeitbar sein, eine geringe Wasseraufnahme aufweisen, ein hohes Wasserdampfdiffusionsvermögen besitzen, unempfindlich sein gegen Rißbildung, langlebig und unempfänglich für Pilze, Algen und Schädlinge sein. Um diese Anforderungen zu erfüllen, werden Putzsysteme für WDVS meist zweischichtig aus Unterputz (Armierungsschicht) und Oberputz (Schlußbeschichtung) hergestellt.
Feuergetrockneter Sand mit besonderen Eigenschaften, der z. B. zum Herstellen von Kunstharzmörteln verwendet wird. Ebenfalls werden frisch verharzte Fugen aus Haftungsgründen mit Quarzsand abgestreut.
In einem Raum werden Schallquellen reflektiert, dadurch wird ein diffuser Schall erzeugt, der sich aus Schallwellen zusammensetzt, die sich in alle Richtungen ausbreiten (vgl. Direktschall).
Durch die Anbringung von Schallabsorbern an den Innenflächen eines Raumes wird die Schallreflexion verringert, die Nachhallzeit verkürzt und die Hörsamkeit des Raumes verbessert.
Ein Schallereignis, das Anteile verschiedener und nicht in Beziehung zueinander stehender Frequenzen eines Bereiches enthält. Die Schallintensität der einzelnen Frequenzen ist dabei nicht konstant. Weißes Rauschen enthält alle Frequenzen des Hörbereichs mit jeweils gleicher Schallenergiedichte.
Trifft Schall auf eine Grenzschicht, hinter der andere Ausbreitungsbedingungen bestehen als davor, so werden Schallwellen (teilweise) reflektiert. Dieses Phänomen liegt der Schalldämmung zugrunde, kann aber auch zur Optimierung der Akustik von großen Räumen genutzt werden.
Verhältnis der Schallintensitäten von reflektierter zu einfallender Schallwelle.
Wenn die Frequenz einer Erregerschwingung mit der Eigenfrequenz eines Schwingungssystems übereinstimmt, gerät das System beim Auftreffen der Erregerschwingung in resonante Schwingung.
Reversibel ist der lateinische Begriff für "umkehrbar". Dies bedeutet, dass Beschichtungen nach der Trocknung wieder in Lösemitteln löslich sind. Reversible Beschichtungen sind meist Polymerisatfarben, die durch Verdunstung des Lösemittels physikalisch trocknen.
Das unterschiedliche Fließverhalten viskoser Beschichtungsstoffe wird als Rheologie bezeichnet. Das Fließverhalten, auch Viskosität genannt, kann z. B. im DIN-Auslaufbecher oder im Rheometer bestimmt werden.
Grundsätzlich ist eine völlig rißfreie Putzoberfläche nicht bzw. nur bedingt herstellbar. Dies gilt insbesondere für mineralische Außenputze. Die Putznorm (DIN 18 550, Teil 2, Erläuterungen 1985) führt daher aus, dass "vereinzelte Haarrisse" (Definition: Rißweite unter 0,2 mm) nicht zu bemängeln sind, da sie den technischen Wert des Putzes nicht beeinträchtigen. Entscheidendes Kriterium zur Frage, ob Risse im Putz hinnehmbar sind, ist demnach also nicht das bloße Vorhandensein von Rissen, sondern die Folgen der Risse für die geforderten optischen und technischen Funktionen des Putzes. WTA-Merkblatt 2-4-94 "Beurteilung und Instandsetzung gerissener Putze an Fassaden"
Die Rohdichte eines Stoffes ist der Quotient aus der Masse (in kg) und dem Volumen (in m3). p [kg / m3].
Beispiele:
Stahlbetonp = 2400 kg / m3
Leichthochlochziegelp = 800 kg / m3
Polystyrol-Hartschaum p = 15-30 kg / m3
Bauschädliche Salze bestehend aus Nitraten. Salpeter bildet sich im Mauerwerk, das Berührung mit Fäkalien, Jauche oder Mistgruben hatte. Salpeter, auch Mauersalpeter genannt, führt zu Putz- und Anstrichschäden.
Mechanische Schwingungen oder Wellen in einem elastischen Medium werden Schall genannt, wenn sie im vom Menschen hörbaren Frequenzbereich liegen. Tiefere Frequenzen bilden den Infraschall, höhere den Ultraschall. Es gibt Luftschall, Körperschall und Flüssigkeitsschall. Schallereignisse mit einer Dauer über 0,2 Sekunden werden als Dauerschall bezeichnet, kürzere Schallereignisse nennt man Impulse.
Schallbrücken entstehen durch Lücken oder Spalten in Decken oder Wänden bei der Luftschalldämmung oder durch starre Verbindungen der Schalen in zweischaligen Konstruktionen bei der Körperschalldämmung. Sie können die Dämmwirkung erheblich beeinträchtigen.
Bei Schallereignissen wird der Atmosphärendruck der Luft durch den wechselnden Verdichtungsdruck der Schallwellen überlagert. Der Schalldruck wird als Effektivwert (siehe dort) gemessen. Angaben erfolgen aber meist nicht direkt in Pascal oder N / m2, sondern in Dezibel als Schalldruckpegel.
Der Schalldruckpegel beschreibt den Schalldruck eines Schallereignisses als das logarithmierte Verhältnis des Effektivwerts zum Bezugsschalldruck: L = 20 log (px / po).
Das Schalldämmaß R ist eine logarithmische Größe, welche die Luftschalldämmleistung von Bauteilen beschreibt. Das Schalldämmaß wird in Dezibel angegeben.
Schalldämmung, meist Luftschalldämmung, ist die Abschirmung eines Raumes gegen die Übertragung von Schallereignissen in einen anderen Raum. Nicht zu verwechseln mit Luftschalldämpfung.
Die akustische Leistung, die eine Schallquelle insgesamt als Luftschall abgibt, wird Schalleistung W genannt. Meist als Schallleistungspegel Lw angegeben.
Zehnfacher Logarithmus der gesamten von einem Schallstrahler abgegebenen Schalleistung bezogen auf eine Bezugsschallleistung Wo.
Je nach den Eigenschaften des Ausbreitungsmediums breitet sich Schall mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten aus. In der Luft bei Normaltemperatur beträgt die Schallgeschwindigkeit ca. 340 m / s.
Die Schallintensität I ist die Schallenergie, die je Sekunde durch eine Flächeneinheit senkrecht zur Ausbreitungsrichtung der Schallwellen hindurchtritt. Die Einheit ist W / m2. Meist wird der Wert als Schallintensitätspegel in Dezibel angegeben. LI = 10 x lg l / lo mit der Bezugsintensität Io.
Schallpegel geben das logarithmierte Verhältnis einer Feldgröße (Effektivwert) oder einer Energiegröße (zeitl. Mittelwert) zu einer gleichartigen Bezugsgröße an. Schallpegel werden in Dezibel ausgedrückt.
Alle Maßnahmen, erzeugte Geräusche / Lärm abzuschirmen oder die Übertragung von Geräuschen / Lärm zu minimieren. Primärer Schallschutz verhindert die Entstehung von Schall, sekundärer Schallschutz verhindert die Ausbreitung von Schall durch Absorption / Dämpfung oder Isolation / Dämmung.
Das Schallspektrum eines Schallereignisses gibt an, welche Frequenzanteile ein Schall enthält.
Ein Raum, dessen Begrenzungsflächen mit Schallschluckmaterialien ausgekleidet sind, um die Reflexion von Schall (fast) vollständig zu unterbinden.
Durch die von der Schallquelle ausgehende Energie werden die Moleküle des Mediums zu periodischer Bewegung um ihren Ruhepunkt angeregt. Die Energie dieser Schwingungen breitet sich als Schallwellen mit Schallgeschwindigkeit aus.
Schaumstoffe entstehen durch das Aufschäumen von Kunststoffen mittels Treibmittel zu zelligen Schäumen. Offenzellige Schaumstoffe, z. B. Polyurethan, sind zur Luftschalldämpfung gut geeignet.
Bezeichnung der Belastbarkeit von Beschichtungen. Nach DIN 53 778 muss eine scheuerbeständige Beschichtung mindestens 5000 Scheuerhüben standhalten. Die Prüfung der Scheuerbeständigkeit erfolgt nach einer genormten Laborprüfung. An der Wand lässt sich die Scheuerbeständigkeit nach DIN 53 778 nicht ermitteln. Der Begriff Scheuerbeständigkeit nach DIN 53 778 ist nach Inkrafttreten der DIN EN 13 300 durch die Bezeichnung Naßabriebbeständigkeit ersetzt.
Dienen zur oberflächigen Gestaltung und können aus verschiedenen Materialien bestehen. Je nach Zusammensetzung (Bindemittel) unterscheidet man Kunstharzputze, Silikatputze, Siliconharzputze und mineralische Putze. Es gibt auch vorgefertigte Elemente (Flachverblender), die die gleichen Eigenschaften erfüllen. Schlußbeschichtungen können in verschiedenen Strukturen, Dicken, Farben ausgeführt werden.
Schall mit einem Intensitätspegel von ca. 120 dB erreicht, weitgehend unabhängig von der Schallfrequenz, die Schmerzgrenze des menschlichen Gehörs.
Eine Schwingung ist die Bewegung eines Teilchens (Atom, Molekül) um seine Ruhelage.
Additiv als Trocknungsbeschleuniger für Öllacke und Ölalkydlacke.
Nach VOB DIN 18 363 enthalten Silikatfarben als Bindemittel Wasserglas sowie Pigmente und Füllstoffe. Organische Zusätze sind nicht enthalten. Silikatfarben werden in zwei Komponenten geliefert, wobei in der Regel eine flüssige Komponente aus Bindemittel besteht und die zweite Komponente Pigmente und Füllstoffe enthält.
Beschichtungsstoffe insbesondere für Fassaden, die als Bindemittel eine Siliconharzdispersion und Kunststoffdispersion enthalten. Fassadenfarben auf Siliconharzbasis weisen eine hohe Diffusionsfähigkeit und gute wasserabweisende Wirkung auf.
Siloxane werden als Imprägnierungen für mineralische Untergründe verwendet, um diesen eine wasserabweisende Wirkung als Regenschutz zu geben.
Ein Sinuston ist ein ganz reiner Ton, der nur aus einer einzigen Frequenz besteht.
Wichtiges Element zum unteren Abschluß des WärmedämmVerbundsystems. Beinhaltet eine Abtropfkante, so dass herablaufendes Wasser nicht von unten in das System eindringen kann.
Alle Baustoffe sind hygroskopisch und nehmen unterschiedlich Luftfeuchtigkeit auf (Absorption) oder geben sie an die Raumluft ab (Desorption), je nach Wasserdampfgehalt in ihrer Umgebung. Sorption ist der Überbegriff für den Stoffaustausch zwischen zwei Stoffen und beeinflusst maßgeblich die empfundene Behaglichkeit in einem Raum.
Sie gibt die Wärmemenge (in Joule) an, die nötig ist, um 1 kg eines Stoffes um 1 Kelvin zu erwärmen. Dieser Wert ist wichtig für die Wärmespeicherung. Rechenwerte der spezifischen Wärmekapazität enthält die DIN 4108, Teil 4, Tabelle 7.
Steinwolle ist ein anorganischer Mineralfaserdämmstoff nach DIN 18 165. Sie wird aus Basalt und Diabasgestein hergestellt. Die Fasern der Dämmplatten laufen parallel zur Untergrundfläche. Ein besonderer Vorteil von Steinwolle ist ihre Nichtbrennbarkeit.
Sie sind eine hochfeste Variante der Steinwolle-Dämmplatte. Das Ausgangsprodukt ist der vorgenannte Steinwolle-Dämmstoff, allerdings laufen die Fasern dieser Dämmplatten senkrecht zum Untergrund.
Der Strömungswiderstand W eines Schallabsorbers bestimmt sich aus dem Quotienten der Druckdifferenz beiderseits der Dämpfschicht und der Strömungsgeschwindigkeit vor bzw. hinter der Schicht, wenn durch diese ein konstanter gleichmäßiger Luftstrom fließt.
Allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen für WDVS, erteilt vom Diät. Die Systemkomponenten werden darin festgelegt und benannt. Bei Verwendung von systemfremden Bestandteilen erlischt die Zulassung.
Firmen, die die Komponenten der Wärmedämm-Verbundsysteme herstellen und / oder als komplettes System vertreiben. Dabei sind alle Produkte aufeinander abgestimmt und werden als System durch verschiedene Prüfungen in ihrer Anwendungsqualität bestätigt.
Die "Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm" ist eine Verwaltungsvorschrift der Bundesregierung über genehmigungsbedürftige Anlagen. Sie enthält Immissionsrichtwerte und Grundregeln zum Schallschutz.
Temperatur der Luft bzw. des Baustoffes, bei der die relative Luftfeuchtigkeit den Wert 100 % erreicht, so dass mit Überschreitung dieser Grenze Niederschlag (Tauwasser) entsteht.
Die Temperatur ist das Maß für den Wärmezustand eines festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffes. Sie wird mit der SI-Einheit Kelvin (K) bezeichnet. Nach dem Gesetz über die Einheiten im Meßwesen gilt das Grad Celsius (C) als besonderer Name für das Kelvin.
Die Temperaturdehnzahl gibt an, um wieviel Meter sich ein Stoff von 1 m Länge je 1 Kelvin Temperaturunterschied verändert.
Wärme fließt immer von Stellen mit hoher Temperatur zu Stellen mit niedriger Temperatur. Bei Kenntnis der hohen und der niedrigen Temperatur sowie der Wärmedurchlaßwiderstände kann der Temperaturverlauf in einem Bauteil ermittelt werden. Der Temperaturabfall in den einzelnen Schichten steht im Verhältnis zu dem jeweiligen Wärmedurchlaßwiderstand bzw. Wärmeübergangs-Widerstand.
Organisches Lösemittel für Lacke und Polymerisatharzfarben. Besteht überwiegend aus aliphatischen Kohlenwasserstoffen und einem Anteil von ca. 18 % aromatischen Kohlenwasserstoffen.
Kunststoffe, die durch Wärmezufuhr weich werden und nach dem Erkalten wieder fest. Beschichtungsstoffe, die Bindemittel mit thermoplastischen Eigenschaften enthalten, neigen bei Fassadenanstrichen zur Verschmutzung.
Gelartige Konsistenz eines Beschichtungsstoffes, die durch Aufrühren dünn wird und sich nach Beendigung des Rührens wieder in einen Gelzustand zurückbildet. Eine thixotrope Konsistenz von Lacken wirkt sich bei der Verarbeitung positiv aus. Der Lack tropft wegen des Gelzustandes nicht aus dem Pinsel, die bei der Verarbeitung entstehenden Scherkräfte ergeben eine dünnere Konsistenz mit dem Ergebnis der leichteren Verarbeitbarkeit.
Geräusche bestehen aus Tönen unterschiedlicher Frequenzen. Treten einzelne dieser Töne besonders hervor, kann das die Lästigkeit des Geräusches erhöhen und wird durch einen entsprechenden Zuschlag in der Geräuschbewertung einbezogen.
Maximale Zeitdauer, innerhalb der ein 2-Komponenten-Lack nach der Vermischung von Harz und Härter verarbeitet sein soll.
Das Verhältnis der Schallintensität einer Schallwelle vor und nach dem Durchtritt durch eine Begrenzung (Decke / Wand).
Durch Verbrennungsvorgänge (Heizung, Kfz-Verkehr, Industrieabgase) gelangen Spurengase (CO2, NO, SO2, CO, Kohlenwasserstoffe, Staub, Ruß) in die Atmosphäre. Lichtstrahlen gelangen durch die Lufthülle auf die Erdoberfläche, werden dort unter Wärmeabgabe in IR-Strahlung umgewandelt. Die IR-Lichtwellen strahlen in den Weltraum zurück und werden durch die erhöhten Anteile von Spurengasen in der Luft dabei behindert. Dadurch heizt sich die Erdatmosphäre - vergleichbar wie beim Treibhaus - immer mehr auf. In der Folge beginnen die Eismassen der Pole und die Gletscher abzuschmelzen und die Wasserspiegel der Weltmeere steigen. Überflutungen und heftige Unwetter sind die Folge.
In Böden / Decken wird durch Begehen o. ä. Körperschall angeregt, der teilweise als Luftschall abgestrahlt wird. Durch Trittschalldämmung kann diese Abstrahlung vermindert werden.
Schall mit Frequenzen von ca. 10 kHz bis 1 GHz wird Ultraschall genannt. Der Hörschallbereich erstreckt sich bis etwa 20 kHz.
Abkürzung für Verdingungsordnung für Bauleistungen, die allgemeine Grundsätze für die Ausschreibung, Vergabe, Ausführung und Abrechnung für Bauleistungen festlegt.
Abkürzung für "volatile organic compound", d. h. flüchtige organische Verbindung. Die Summe aller in Beschichtungsstoffen enthaltenen organischen Verbindungen, die selbst in Abhängigkeit von Temperatur und Luftdruck verdunsten. Als VOC werden alle flüchtigen Bestandteile von Beschichtungsstoffen wie Lösemittel, Weichmacher bezeichnet.
Eine Verdübelung des Systems ist auf zwei Arten möglich:
  • direkt nach der Verklebung der Dämmplatten (unter dem bewehrten Unterputz),
  • nach dem Auftrag der ersten Lage des Unterputzes (durch das Armierungsgewebe gesetzt).

Es wird unterschieden zwischen Hell- und Dunkelvergilbung. Die Hellvergilbung ist die Vergilbung unter Lichteinwirkung. Diese wird meist durch synthetische Weichmacher verursacht. Bei der Dunkelvergilbung kommt es insbesondere bei Alkydlacken zu einer Gelbverfärbung von ursprünglich weißen Lacken. Die Dunkelvergilbung ist insbesondere problematisch bei Türlackierungen, da Türfalze meist abgedeckt und dunkel sind und sich die Beschichtung stärker gelb verfärbt als das Türblatt, das länger dem Licht ausgesetzt ist.
Silikatfarben und Dispersionssilikatfarben enthalten als Bindemittel Kaliwasserglas. Das Wasserglas reagiert auf mineralischen kalkhaltigen Untergründen durch eine chemische Reaktion, die als Verkieselung bezeichnet wird und zu einer besonders festen Verbindung zwischen Beschichtung und Untergrund führt.
Eigenschaft eines Beschichtungsstoffes, nach der Trocknung eine streifenfreie Oberfläche zu ergeben. Die durch Pinselapplikation entstehenden Streifen sollen so verlaufen, dass eine ebene Oberfläche das Resultat ist.
Die Absorption von Körperschall und Schwingungen in Materialien wird durch den Verlustfaktor d gekennzeichnet. Er gibt das Verhältnis von der in Wärme umgewandelten (Verlust-)Energie zur wiedergewinnbaren Schwingungsenergie an.
Chemische Aufspaltung von Estern in Säuren und Alkohol. Trocknende Alkydharze enthalten Ester, die unter Einwirkung von Alkalität zerfallen. Bei Anwendung nicht verseifungsbeständiger Beschichtungsstoffe auf alkalischen Untergründen werden diese zersetzt. Die daraus resultierenden Schäden sind z. B. Haftverlust, Verfärbungen, Entstehung von matten Stellen.
Begriff für den Zustand einer Flüssigkeit und deren Fließverhalten. Es wird unterschieden zwischen niedrigviskosen = dünnflüssig und hochviskosen = zählflüssigen Stoffen.
Wanderung des Wasserdampfes von Stellen hoher Sättigung zu Stellen mit niederer Sättigung. Ein Teil des Luftdruckes ist Wasserdampfdruck. Anders ausgedrückt - die Luft enthält immer eine gewisse Menge an Wasserdampf, d. h. Feuchtigkeit. Man spricht von der relativen Luftfeuchtigkeit. Abhängig von der Temperatur kann die Luft mehr oder weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Hat die Luft die maximale Menge an Wasserdampf aufgenommen, spricht man vom Wasserdampf-Sättigungsdruck oder von 100 % relativer Luftfeuchte. Bei weiterer Zufuhr von Wasserdampf kommt es zum Ausfall von Kondensat oder Tauwasser. Die Stelle, an der dies in einem Wandquerschnitt vorkommt, nennt man Tauwasserebene.
Die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl eines Stoffes gibt an, um wieviel mal größer der Widerstand gegen den Wasserdampfdurchgang im Vergleich zu Luft ist ( [1]). Richtwerte der Wasserdampfdiffusionswiderstandszahlen werden veröffentlicht in der DIN 4108, Teil 4, Wärmeschutz im Hochbau.
Beispiele:
Stahlbeton=70 / 150
Leichthochlochziegel=5 / 10
Polystyrol-Hartschaum=20 / 100
Bindemittel für Silikatfarben. Hergestellt aus einer Schmelze aus Siliciumdioxid (Quarz) und Kaliumcarbonat (Pottasche).
Meist ölige, flüssige, hochsiedende Substanzen, die Beschichtungsstoffen oder Kunststoffen zugegeben werden, um ein erhöhtes Formänderungsvermögen zu erreichen. In ihrer Struktur spröde Kunststoffe werden durch Zusatz von Weichmachern formveränderbar bzw. weicher.
Zu einer Weichmacherwanderung kann es kommen, wenn z. B. PVC-Folien ohne Zwischenlage auf bestimmten Polystyrolen zu liegen kommen oder wenn gummihaltige Materialien (z. B. Autoreifen) einen direkten Kontakt zu Epoxidharzbeschichtungen haben. In diesem Zusammenhang kann es zu Versprödungen der Folie bzw. zu Verfärbungen der Beschichtung kommen.
Die Wellenlänge l gibt an, wie groß der räumliche Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stellen gleichen Schwingungszustandes (Phase) einer Welle ist. Dabei gilt l = c / f mit c = Schallgeschwindigkeit und f = Frequenz.
Senkrecht zur Wand wirkende Kräfte infolge Windbelastung. Windsogkräfte sind in DIN 1055 festgelegt und erzeugen axiale Zugbeanspruchungen in den Dübeln. Die axialen Zugkräfte werden über den Weber und / oder entsprechende Dübelmenge pro Quadratmeter mit den entsprechenden zulässigen Dübeltraglasten in den Verankerungsgrad abgetragen.
Wärme ist eine Energieform, die aus Eigenbewegung von Atomen und Molekülen herrührt. Bei Gasen und Flüssigkeiten sind die Atome und Moleküle frei beweglich und fliegen geradlinig durch den Raum. Bei festen Stoffen können die Teilchen ihre Plätze nicht verlassen, ihre Bewegungsenergie drückt sich deshalb in Form von Schwingungs- und Rotationsenergie aus. Wärme lässt sich durch Umwandlung von anderen Energiearten erzeugen.
Wärmemenge, die benötigt wird, um ein Gebäude auch unter ungünstigen klimatischen Bedingungen ständig ausreichend zu erwärmen. Das Ermittlungsverfahren ist in der DIN 4107 festgelegt.
Bezeichnung für sogenannte "Dämmlöcher" in der Bauteilfläche. Ursachen sind große Unterschiede der Wärmeleitfähigkeit der einzelnen Baustoffe sowie geometrische Bedingungen (z. B. Gebäudeecken). Punkt- oder linienförmige Stellen mit deutlich höherer Wärmeübertragung als in den angrenzenden Flächen. Durch Wärmebrücken kann die erwartete / berechnete Wärmedämmung erheblich verschlechtert werden. In der EnEV werden die Auswirkungen berücksichtigt. Beispiele für wärmebrückenarme Bauteilausbildungen enthält DIN 4108 Bbl. 2.
siehe unter: u-Wert
Putzsystem aus wärmedämmendem Unterputz und wasserabweisendem Oberputz. Als Wärmedämm-Putze werden nach DIN 18 550 Teil 1 solche Putze bezeichnet, die einen Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit 0,20 W / (mK) aufweisen. Die Wärmeleitfähigkeit liegt üblicherweise zwischen 0,07 und 0,15 W / (mK).
Wärmedämm-Verbundsysteme stellen ein kombiniertes Klebe-, Montage- und Beschichtungssystem dar, wie es in der DIN V 18559 beschrieben wird. Wärmedämmende Materialien (Styropor, Steinwolle, Holzwolle-Leichtbauplatten, Kork etc.) werden auf den Außenwänden eines Gebäude befestigt (mit Klebemörtel, mit Dübeln, mit Halteleisten). Die Dämmung wird anschließend mit einer Beschichtung versehen. Diese Beschichtung besteht aus einem Unterputz (Armierungsschicht) und einer Schlußbeschichtung (Putz, keramische Bekleidung wie Riemchen oder Fliesen), die möglichst wasserabweisend (hydrophobiert) und dennoch wasserdampfdurchlässig (diffusionsoffen) sein sollte. Der Begriff Verbundsystem bringt zum Ausdruck, dass die einzelnen Komponenten des Systems ein aufeinander abgestimmter Verbund sind/sein müssen.
Sammelbenennung für alle Maßnahmen zur Verminderung der Wärmeübertragung zwischen getrennten Bereichen unterschiedlicher Temperatur.
Wärmeleitung ist die Übertragung von Bewegungsenergie zwischen Stoffteilchen durch Anstoßen von Molekül zu Molekül. Es erfolgt kein Transport von Materie, sondern nur Energietransport. Sie wird durch das Gefüge des Baustoffs, von dem herrschenden Temperaturgefälle und den Feuchtigkeitsverhältnissen beeinflusst. Die Wärmeleitung macht unter baupraktischen Bedingungen den größten Anteil der Wärmeleitfähigkeit aus.
Maßnahmen, den Wärmeverlust von Gebäuden zu reduzieren. Die Mindestanforderungen sind in der DIN 4108 geregelt, darüber hinaus gilt die WSVO.
Gibt an, wieviel Wärme, z. B. in einer Wand bei Raumheizung, aufgenommen werden kann. Ist abhängig von der spezifischen Wärmekapazität des Wandbaustoffes, seiner Rohdichte und Dicke. Schwere Wandbaustoffe können also eine größere Wärmemenge speichern als leichte. Außenseitig mit WDVS wärmegedämmte und schwere Mauerwerke sind während der Heizperiode im gesamten Querschnitt warm und können somit viel Wärme speichern.
Die Wärmeübertragung kann in Form von Wärmeleitung bei festen, flüssigen und gasförmigen Stoffen, Wärmemitführung bei flüssigen und gasförmigen Stoffen und Wärmestrahlung in transparenten Stoffen und Vakuum geschehen. Bei Baustoffen wird die Wärmeübertragung durch die Eigenschaft Wärmeleitfähigkeit ausgedrückt.
siehe unter: Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für WDVS (AbZ)
Kennwert, ob ein Stoff sauer, neutral oder alkalisch reagiert.
  • 0 bis <7 = sauer
  • 7 = neutral
  • 7 bis 14 = alkalisch

Die Bestimmung des pH-Wertes kann z. B. mit Indikatorpapier erfolgen.
Er gibt das Diffusionsverhalten eines Baustoffes mit definierter Schichtdicke im Vergleich zu einer entsprechenden Luftschicht an. Je kleiner der sd-Wert, desto höher das Diffusionsvermögen des Beschichtungsstoffes.
Der Wärmedurchgangskoeffizient oder u-Wert ist die Wärmemenge, die in 1 Sekunde durch ein Bauteil von 1 m2 Fläche und einer bestimmten Dicke bei 1 Kelvin Temperaturunterschied unter Berücksichtigung der Wärmedurchlaßwiderstände jeder einzelnen Schicht und der Wärmeübergangswiderstände für innen und außen hindurchfließt [W / m2K]. Er ist die Kennzahl für Transmissionswärmeverluste durch Bauteile. Mit dem u-Wert ist eine praxisgerechte Aussage möglich, wie groß die Wärmeverluste verschiedener Bauteile oder Bauteilkombinationen sind - oder anders ausgedrückt - wieviel Energie verlorengeht. Über den u-Wert können verschiedene Wandbauarten in Bezug auf Wärmeverluste bzw. Energieeinsparung sehr gut miteinander verglichen werden, z. B. kann die Einsparung ermittelt werden, die durch ein Wärmedämm-Verbundsystem erzielt werden kann. Für die gesamte Energiebilanz eines Gebäudes ist der u-Wert nicht die einzige Einflußgröße. Lüftung, Heizungsanlage, interne Wärmequellen, solare Wärmegewinne spielen ebenfalls eine Rolle. Für Außenwände jedoch ist der u-Wert der einzige Rechenwert, mit dem eine Beurteilung der Wärmeverluste bzw. der Energieeinsparung praxisgerecht möglich ist. Je kleiner der u-Wert, desto besser die Wärmedämmung des Bauteiles.
Bei zeitlich wechselnden Schallpegeln eines Geräusches wird ein Mittelungspegel berechnet. Der Äquivalenzparameter q gibt nun an, um welchen Wert der Mittelungspegel eines gleich laut / lästig empfundenen Schallereignisses höher bzw. niedriger liegen muss, wenn sich die Einwirkzeit halbiert bzw. verdoppelt.


Quellennachweis: Horst Rusam: Anstriche und Beschichtungen im Bauwesen Fraunhofer-Institut; IRB Verlag; ISBN 3-8167-6436-3 Caparol-Produktmanagement Fachverband WDVS Fach-Lexikon der Internetseite www.fachverband-wdvs.de Eschenfelder, Dieter: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe: Von Dieter Eschenfelder; Wolfgang Lehmann. Verlagsgesellschaft Rudolf Müller GmbH, 2001 ISBN 3-481-01518-6 Schmidt, Helmut: Schalltechnisches Taschenbuch. Schwingungskompendium, 5. Auflage, VDI-Verlag GmbH, Düsseldorf, 1996 Internetseite mit Glossar des Deutschen Arbeitsrings für Lärmbekämpfung e. V. http://www.dalaerm.de/abc/ Weißing, Heinz, Dr.-Ing.: Fachwörterbuch Akustik, Verlag Alexandre Hatier, Berlin-Paris, 1992 Alexander Unger: FUSSBODEN ATLAS; Fußböden richtig planen und ausführen Quo-Vado Verlag, Donauwörth
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